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Hui! Wäller? – Allemol!

Dieser traditionelle, bei vielen Wander- und Heimatfreunden bekannte Ausruf, wurde bei einem Preisausschreiben 1913 unter mehr als 60 Einsendern ausgewählt. Der Gewinner des Wettbewerbs war der Heimatdichter und Bauer Adolf Weiß (1861-1938) aus Mademühlen. Ein kleiner Ort im hessischen Teil des Hohen Westerwaldes.

 

Der Sinn des Ausrufes erklärt sich aus seinem Gedicht: „Das Hui hat mich der Sturmwind gelehrt, wenn wild er über die Heide fährt, und „Wäller“ wir ja „allemol“ sind, wir trotzen dem Regen, dem Schnee und dem Wind ….


Wiedweg neu zertifiziert

Die Wied ist der längste Fluss im Westerwald und prägt wesentlich den westlichen Teil des Westerwalds. Von der Quelle bei Linden an der Westerwälder Seenplatte bis zur
Mündung in den Rhein bei Neuwied, gestaltet die Wied große Teile des Naturparks Rhein-Westerwald. Der Wiedweg ist ein moderner Klassiker unter den Westerwald-Wanderwegen.

Bereits 1992 wurde auf Anregung von Pfarrer Heribert Zerwes aus Waldbrunn- Lahr eine erste Trasse durch den Westerwald-Verein markiert. Die Wegführung diente auf einigen Streckenabschnitten auch als Vorbild für den Westerwaldsteig, der teilweise die gleichen Wege nutzt. Ab 2007 wurde die Streckenführung des Wiedwegs neu festgelegt und im Mai 2009 vom Deutschen Wanderverband zertifiziert.


Zur gleichen Zeit wurde das „Obere Wiedtal“ zum Naturschutzgebiet erklärt. Auf einer Fläche von 204 ha ist der Oberlauf der Wied als nahezu unberührter Mittelgebirgsbach unter Schutz gestellt. Viele zum Teil streng geschützte Vogelarten wie Rotmilan, Graureiher, Schwarz- und Grauspecht, Wasseramsel und der Eisvogel haben hier Brut- und Nahrungsbiotope.
Gefährdete Pflanzenarten wie Orchideen, Fieberklee, Sumpfblutauge und Fadenbinse werden durch die extensive Weidenutzung in ihrem Bestand erhalten.
Die Qualitätskriterien für eine Zertifizierung „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ orientieren sich an den Bedürfnissen
von Wandernden. So müssen die Wege u.a. abwechslungsreiche Landschaften, verlässliche Markierungen und naturbelassenen
Untergrund bieten. Eine Neu-Zertifizierung unter der Federführung des Westerwald- Vereins begann ab 2020 in enger Zusammenarbeit mit den Touristikern der Verbandsgemeinden Hachenburg, Altenkirchen, Puderbach, Asbach, Rengsdorf-Waldbreitbach und der Stadt Neuwied.

Weil das alte grüne Wegzeichen oft mit dem Zeichen des Westerwaldsteigs verwechselt wurde, einigte man sich auf das aktuelle, blaue Wegzeichen (siehe oben). Mit viel Engagement der beteiligten Touristiker und des Westerwald-Vereins ist der Weg zu einem modernen Klassiker unter den Westerwald-Wanderwegen geworden.


Neue Wanderwege am Stegskopf

Rund neun Kilometer Strecke freigegeben

Ab August dürfen Besucherinnen und Besucher des Stegskopfs zusätzlich zu den Platzrandstraßen sicher über die freigegebene Nord-Süd- und die West-Verbindung wandern.



Wanderbares Deutschland

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Nachrichten

Wandern auf eigene Gefahr

 

Einem Mann, der während einer Wanderung auf dem Harzer-Hexen-Stieg von einem umstürzenden Baum erfasst und dabei schwer verletzt wurde, steht kein Schadensersatz zu. Das hat das Oberlandesgericht Naumburg in einem Berufungsverfahren entschieden. Der Mann hatte zuvor vergeblich vor dem Landgericht Magdeburg geklagt und von der Stadt Thale Schmerzensgeld von mindestens 200.000 Euro verlangt. Der Deutsche Wanderverband begrüßt das Urteil, da es seinen Mitgliedsorganisationen für ihre tägliche Arbeit Sicherheit gebe und die Bedeutung eigenverantwortlichen Handelns betone.

Wandern trotz Krise

Empfehlungen des DWVs

 

Der Deutsche Wanderverband (DWV) weist darauf hin, dass das Wandern grundsätzlich weiterhin viele positive Effekte hat (sozialer Zusammenhalt, Gesundheit …) und gerade gegen den Corona/Lockdown-Blues von unschätzbarem Wert ist. Damit sich beim Wandern niemand infiziert, hat der DWV die DWV-Corona-Wegweiser entwickelt und weiter aktualisiert, die unter https://www.wanderverband.de/conpresso/_rubric/index.php?rubric=368

zu finden sind.l

 



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