Gesellschaft für Heimatkunde (GfH)


Die GfH

  • ist eine Arbeitsgemeinschaft des Westerwald-Vereins e.V. von dem sie durch die Übernahme aller vereinsrelevanten Auflagen und Tätigkeiten unterstützt wird. Der Verein stellt der GfH Seiten in seiner Zeitschrift „Der Westerwald“ zur Verfügung.
  • beschäftigt sich in autonomer Arbeitsgestaltung mit Geschichte, Kultur, Heimat- und Denkmalpflege im Westerwald
  • bemüht sich um die Bündelung regionalhistorischer und heimatkundlicher Forschungsarbeit im Westerwald.
  • sucht die Zusammenarbeit mit Gruppen und Einzelpersonen mit gleicher bzw. ähnlicher Zielsetzung und vermittelt zwischen den Mitarbeitern und allen anderen interessierten Personenkreisen.
  • arbeitet landeskundlich und denkmalpflegerisch tätigen Behörden zu.
  • bildet in Vorträgen und Exkursionen ihre eigenen Mitarbeiter weiter und bringt ihre Arbeitsergebnisse zur Kenntnis der Öffentlichkeit.
  • Ist in Arbeitskreisen organisiert, in denen die Basisarbeit geleistet wird. Diese sind:

    Archäologie und Vorgeschichte
    Bodendenkmäler
    Brauchkomplexe und Trachten
    Bergbau
    Genealogie
    Geotope
    Kommunale Archive
    Mundart
    Schienenverkehr

 

Kontakt:

Dr. Moritz Jungbluth

Landschaftsmuseum Westerwald

Tel. 02662/7456

E-Mail: infor@landschaftsmuseum-ww.de

 

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10 Jahre GfH
Chronik von 1992 – 2002
Chronik 10 Jahre GfH 1992-2002.pdf
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AG Klein- und Bodendenkmale
Eine fast vergessene Grenze
V o r t r a g Nassauisch-(preußische)
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Eine Ortschronik gestalten!
Aspekte und Vorgehensweise bei der
Erstellung einer Ortschronik
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Für eine einfache Kommunikation und einen regen Austausch untereinander rechts die Liste der GfH-Mitglieder zum Download.

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Mitglieder der Gesellschaft für Heimatkunde im Westerwald-Verein
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Treffen der GfH am 23. Juli 2022 im Landschaftsmuseum Westerwald

Dr. Moritz Jungbluth

 

Die Ausstellungshalle des Landschaftsmuseums in Hachenburg war am 23. Juli voll besetzt, ja es mussten vor Veranstaltungsbeginn sogar noch weitere Stühle aus der historischen Wohnküche gestellt werden, damit die 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmer alle über einen Sitzplatz verfügten. War in den vergangenen Jahren die Tätigkeit der Gesellschaft für Heimatkunde (GfH) stark zurückgegangen bzw. blieben Treffen – nicht zuletzt durch die Pandemielage – gänzlich aus, zeigt die rege Teilnahme nunmehr doch wiederum ein deutlicheres Interesse an der Gesellschaft. Ferner konnte das Treffen im Museum auch als eine kleine Jubiläumsveranstaltung fungieren, wurde die GfH doch vor 30 Jahren ins Leben gerufen. Daher war es sehr erfreulich, dass auch die Gründungsmitglieder Hermann-Josef Hucke und Guido Feig den Weg nach Hachenburg auf sich genommen hatten. Beide engagierten sich auch bereits 1976 maßgeblich an der Gründung des Landschaftsmuseums Westerwald.

 

Als Gastgeber und Moderator begrüßte Museumsleiter Dr. Moritz Jungbluth, zugleich Fachbereichsleiter Kultur im Hauptvorstand des Westerwald-Vereins, die Teilnehmer. An ihn waren in der jüngeren Vergangenheit von unterschiedlichen Mitgliedern Anregungen zu einem Arbeitstreffen der GfH herangetragen worden. Nunmehr konnte dieses Treffen in die Tat umgesetzt werden. Zu Beginn erfolgten gemeinsame Grundsatzüberlegungen zu einer Revitalisierung der GfH-Tätigkeiten. Herr Dr. Jungbluth wurde hierzu als „Sprecher“ bestätigt und ferner festgehalten, dass sich an ihn interessierte Personen zwecks Mithilfe oder Bereitstellung von Materialien usw. wenden können. Einstimmig stand fest sich auch nächstes Jahr wieder zu treffen, wobei sich hierzu die Stadt Selters als Gründungsort des Westerwald-Vereins anlässlich des 135-jährigen Bestehens anbietet. Zusammen mit dem dortigen Zweigvereinsvorsitzenden, Herrn Rainer Gütschow, ist hierzu eine kulturhistorische Stadtwanderung zu vereinsrelevanten Schauplätzen angedacht.

 

Die ehemals existente Homepage der GfH wird in dieser Form nicht mehr reaktiviert. Alle diesbezüglichen Inhalte wird der ehemalige Webmaster, so seine vorherige Mitteilung an Herrn Dr. Jungbluth, in Druckform als Kopie in die Bestände des Landschaftsmuseums überführen. Neue Inhalte können über die Homepage des Westerwald-Vereins online gestellt werden. Die technischen Voraussetzungen hierfür seien laut Hans-Jürgen Pletz und Rainer Lemmer vom Hauptvorstand gegeben, womit nur die Inhalte geliefert werden müssten. Diesbezüglich könne etwa der vorliegende Bericht, grundsätzliche Infos über die Arbeit der GfH, deren Arbeitsgruppen oder die Chronik zum 10-jährigen Bestehen der Gesellschaft ins Netz gestellt werden. Hier wurde auch der Wunsch geäußert, nach Möglichkeit eine Liste mit Ansprechpartnern für bestimmte Forschungsbereiche oder lokale Interessensgebiete zu veröffentlichen. Eine vom Fachbereichsleiter erstellte Liste der Museen im Westerwaldkreis soll hier ebenfalls präsentiert werden.

 

Weiterhin wurde bemerkt, dass im Rahmen des nächsten Heimatkundlertreffens eine entsprechende Bewerbung der GfH und für eine stärkere personelle Verzahnung mit dieser anzustreben wären. Gleiches gilt für Geschichtsinteressierte aus den Nachbarlandkreisen, die gezielt zum nächsten GfH-Treffen eingeladen werden sollen. Auch wurde der Wunsch angesprochen, langfristig vielleicht eine Art Handreichung für Grundschulen in Sachen Heimatkunde des Westerwaldes zu erarbeiten.

 

Grundsätzlich blickten die Teilnehmer durchaus positiv in die Zukunft der GfH. Freilich kann dabei nicht wie vor 30 Jahren einfach weiter verfahren werden, sondern die Ansprüche, Inhalte und Formate sind aktuellen Bedürfnissen der Mitglieder und des öffentlichen Interesses anzupassen. Insbesondere die Schaffung eines Netzwerkes der Geschichts- und Heimatinteressierten gilt nunmehr als primäres Ziel. Das Treffen in Hachenburg hat hierzu einen ersten überschaubaren Impuls und neue Motivation beigesteuert. Wie sich dies künftig weiter entwickeln wird, hängt maßgeblich von der Einbringung möglichst vieler und verlässlicher Mitglieder ab.

 

Wie facettenreich und spannend dies sein kann, zeigten die drei Referenten anhand ihrer Vorträge aus der praktischen Forschungsarbeit eindringlich auf. Hier wurden jedem schnell bewusst, wie ausgeprägt ehrenamtliches Engagement die regionale Geschichtsarbeit beflügeln bzw. Basisleistungen erbringen kann. So berichtete Arno Schmidt aus Rüscheid über die Vorgehensweise bei der Erstellung von Ortschroniken, während Wilfried Göbler aus Rückeroth über die ehemals preußisch-nassauische Grenze im Westerwald referierte. Manfred Krüger aus Betzdorf berichtete zudem über die Geschichte der Eisenbahnen im Westerwald. Nach Rücksprache mit den Referenten sollen die Vorträge ebenfalls auf die Homepage des Hauptvereins gestellt werden, um dort entsprechend abrufbar zu sein.

 

Zum Abschluss des offiziellen Programmteils gab es für das Landschaftsmuseum Westerwald noch eine kleine Überraschung, indem Herr Peter Nies aus Wiesbaden, Schwiegersohn von Hermann-Josef Hucke, Herrn Dr. Jungbluth das Ölgemälde „Hanfschlagen im Westerwald“ der Künstlerin Margarethe Persuhn für die Museumssammlung überreichte.